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Sonett für den Poeten

Katharina Kunkel


Mit schwärmerischen Blicken mag er träumen,
sieht zauberhafte Märchenwesen schweben,
lässt flatternd leichten Stoff aus Mondlicht weben
und Meerjungfräuleins Haar aus Gischt erschäumen.

So schafft er phantasiegefüllte Räume,
reale Wesen darf es dort nicht geben,
entzieht er doch im Traum sich seinem Leben,
auf dass er wahren Kummer auch versäume.

Ein Dichter rettet sich auf seine Weise,
entführt auch Dich zuweilen auf die Reise
in oft bizarre farbenfrohe Welten.

Mit einem Lächeln will ich es vergelten,
da Verse meine Stimmung oft erhellten,
ich träum' wohl gern, gestehe ich hier leise.




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Eingereicht am 10. Juli 2004.
Herzlichen Dank an die Autorin / den Autor.
Nachdruck und Vervielfältigungen, auch auszugsweise, bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.