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Flucht aus der Rinne

Wolfgang Scholmanns


Wind - der du mich treibst - in frohlockende Tage,
der du sanft mir den Atem der Frühe geschenkt,
erstickst lodernde Flammen - der einst mächtigen Klage,
hast die Finsternis - frostiger Nächte verdrängt.

Segel des Himmels so blau - zeigst der Sonne Gesicht,
öffnest die Augen - zum ewigen Frieden,
die Erinnerung zerschellt - an den Toren zum Licht,
hast die dunklen Schatten der Sehnsucht vertrieben.

Lass dich treiben vom Wind - spür die Leere der Sinne
schwebe zum Segel - greif der Sonne Gesicht,
geh den mittleren Weg - such die Flucht aus der Rinne,
weiche dem Nebel - des Alltags Gewicht.




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Eingereicht am 6. Juli 2004.
Herzlichen Dank an die Autorin / den Autor.
Nachdruck und Vervielfältigungen, auch auszugsweise, bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.