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Starke Melancholie

Florian Rogge


An manchen Tagen fragst Du dich
warum Du existierst
Das Leben scheint dir klagwürdig
und du resümierst

Das Leben steht dir bis zum Hals
und es geht dir gegen den Strich
Du weißt nicht weshalb, doch jedenfalls
fühlst Du dich fürchterlich

Du denkst an diverse Schicksalsschläge
(davon gab's reichlich in letzter Zeit)
Die ersten Tränen kullern träge
und Du tust Dir selber leid

Von der Freundin verlassen,
und dein Leben versiebt
Gott scheint dich zu hassen
(falls es ihn gibt)

Du suhlst und Du tranchierst
dich fleißig in der schwarzen Farbe
Du weinst. Du schreist. Und Du verlierst
dich ganz in deinem düsteren Gehabe

Die Sonne lacht durch das Fenster herein
Du aber schließt die Jalousie
Du möchtest jetzt ernsthaft traurig sein
und verfällst der Melancholie

Freundchen, lass die Tränen laufen!
Und huldige der Traurigkeit!
(Du wirst schon nicht in ihr ersaufen,
dafür hast Du keine Zeit)

Doch Weinen macht dich auch nicht heiter!
Nun hör' schon auf! Komm, sei so frei!
Den Kopf hoch, Mensch! Das Leben geht weiter!
und die Traurigkeit vorbei




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Eingereicht am 22. Juni 2004.
Herzlichen Dank an die Autorin / den Autor.
Nachdruck und Vervielfältigungen, auch auszugsweise, bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.