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Kurzgeschichte Kurzgeschichten

Das Haus mit den 11 mackigen Geheimnissen

© Laura Blank


1. Kapitel
Das Klo
Die Kacke war am Dampfen! Wortwörtlich. Nach 11 Stunden Fahrt (kaum zu glauben, aber es gibt einige verrückte Leute, die sich das antun, freiwillig so lang in einer Karre zu hocken ...) kamen wir endlich an. Und zwar in Montesicuro. (Falls Sie das nicht kennen, ist nicht schlimm, es kennt außer 200 Leuten eh niemand ...) Ich stieg aus dem Auto. Ich erwartete natürlich von Italien, dass es sehr schön und warm war. Aber nein. Ich konnte froh sein, keine Frostbeulen zu bekommen. Und das mitten im Mai. In meinen geheiligten Pfingstferien. Aber das Wetter konnte man sich ja leider nicht aussuchen. Falls ich jemals die Adresse von Frau Holle bekommen würde, würde ich ihr was pfeifen, das schlimmer war als jeder popelige Sturm, den sie herauf beschwor. Mein Wort darauf. Ich stieg also verdrießlich aus dem Auto. Da spürte ich es auf einmal. Dieses auch von ihnen wohlbekannte, aber ziemlich unerwünschte Magendrücken, wenn man den ganzen langen Tag nicht auf dem Klo war. Denn wer bitte, setzt sich freiwillig auf so ne versiffte Tankstellentoilette, die so dreckig ist, dass sogar eine Ratte die Flucht ergreifen würde. Ich jedenfalls nicht. Deshalb drückte es auch in der Magengegend. Schimpfend schlurfte ich zum Haus. Zu erst brachte meine liebe Tante, die von allen nur Tanti genannt wird, weil der ganze Name eine Stunde in Anspruch nehmen würde, die Tür nicht auf. (Das Drücken wurde mittlerweile immer stärker ...) Als ich mich schon gezwungen sah, ein Fenster einzuschlagen und mir somit Zutritt zum Haus zu verschaffen, schaffte sie es endlich. Die Türe flog mit meiner Tante an die Wand. Nachdem wir sie wieder von der Mauer gekratzt oder sagen wir es mal schöner, gepflückt hatten, musste sie sich natürlich erst mal einen Glimmstängel anstecken. "Das dient natürlich nur zur Beruhigung der Nerven!" "Ja klar!", dachte ich. "Und ich bin Nikolaus." Endlich war der Weg offen zum stillen Örtchen. Ich rannte hin, ohne Rücksicht auf Verluste. Dass ich meine kleine Schwester Lisa zu Boden rammte, war mir in dem Augenblick völlig egal. Ich stürzte aufs Klo und entledigte mich einer pfundschweren Last. Ja endlich hörte das verdammte Drücken auf. Erleichtert und 2 Kilo leichter spülte ich hinunter. Aber denkste! Ich spülte noch mal und noch mal. Aber das Teil dachte wohl gar nicht daran, das enge Abflussrohr hinunterzurutschen. Verflucht Kacke! Das war wieder mal typisch. Immer musste mir so etwas passieren. Voll peinlich. Ich rannte in die Küche und ließ einen Eimer heißes Wasser volllaufen. "Ui, was für ein Riesenteil!", hörte ich eine Stimme aus dem Bad. Ich lief hin und stellte geschockt fest, dass Tanti gerade mein Werk betrachtete. "Ich muss ein Foto machen!", murmelte sie vor sich hin. Oh Gott. Das hätte gerade noch gefehlt! Ich schnappte mir Tantis Zigarettenschachtel und schmiss sie aus dem Fenster. Sie flog über den Zaun und landete in einer mir unbekannten Zone. "He, das ist aber gemein von dir!", sagte Tanti, als sie das beobachtet hatte. Dann sprintete sie aus dem Haus und legte dabei einen neuen Rekord für Kniebehinderte fest. (Sie hat nämlich zurzeit akutes Knieleiden) Ich schüttete den Eimer mit dem heißen Wasser volle Knecke in die Kloschüssel. Dass das ganze Bad bei dieser Aktion überflutet wurde, war mir wurscht. Es zählte nur eins: Die Peinlichkeit in der Form einer großen Wurst musste schnellstmöglich verschwinden. Pustekuchen! Das Ding bewegte sich keinen Zentimeter vom Fleck oder besser gesagt, aus der Kloschüssel. Ich lief wieder in die Küche und füllte einen neuen Eimer. Immer wieder. Immer wieder. Nach dem 10. Eimer war es vollbracht. Das Teil war weg. Futsch. Asta lavista Kacke!!! Ich sollte mir mal überlegen, damit ins Guinness Buch der Rekorde zu kommen. Aber lieber nicht. Sonst würde mich kein Mensch, der noch alle Sinne beisammen hatte, mich bei sich daheim aufs Klo gehen lassen. Peinlich, peinlich! Na, der Urlaub fing ja schon einmal vielversprechend an! Ich war echt sauer. Meine Laune hatte -50°C erreicht. Etwas wärmer als es draußen war ...
2. Kapitel
Die Ameisen
Gähnend stieg ich am nächsten Tag aus dem Bett. Das Erste, was mir an diesem Tag auffiel (nein, es war nicht das gute Wetter), waren kleine schwarze Pünktchen die wild und aufgeregt auf den Boden herumwuselten. Und ich stand mitten drin, in einem Meer voller Ameisen. "Oh Gott! Ein Ameisenaufstand!", schrie ich geschockt. Ich latschte vorsichtig durch das Zimmer und zermatschte wahrscheinlich so viele Ameisen, wie München Einwohner hatte. Ich riss die Tür zu Tantis Zimmer auf. Diese führte anscheinend gerade einen indianischen Regentanz auf. Sie sprang wild fuchtelnd durch das Zimmer und sah dabei aus wie ein rauchender und nach Zigaretten stinkender Gummiball. Jump, jump, jump. Irgendwann krachte sie gegen die Wand. Aber anstatt sich wegen ihrem schmerzenden Kopf aufzuregen, jammerte sie: "Oh Gott! Meine Zigarette! Meine Zigarette ist abgebrochen! Wo ist nur das andere Stückchen? Schätzchen, komm zu Tanti! Komm! Puttputtputt! Hallo?!?" Meine Herren! So was von süchtig. Aber die Zigarette hätte sie unter dem schwarzen Ameisenmeer eh nie wieder gefunden. Und wer weiß. Vielleicht gab es ja auch unter den Ameisen einige Freaks, die sich gerne zuqualmten. "Vergiss deine Zigarette! Das hier ist eine Invasion der Ameisen!", schrie ich sie an. Meine Eltern waren nicht da, denn sie waren wie immer Rad fahren. Oder waren sie geflüchtet? Ich und meine Tante liefen angeekelt angesichts des schwarzen Fußbodens, des lebenden Fußbodens, die Treppe hinunter. Doch unten war alles nur noch schlimmer. Am Fußboden war nicht eine Schicht Ameisen, sondern gleich zwei! Sie wuselten überall herum. Auf den Möbeln, im Essen, im Whisky und restlichen Alk und nicht zu vergessen, auf Tantis Zigaretten. "Oh nein! Diese Biester begrapschen meine Schätzchen!", schrie Tanti hysterisch. "Ich muss sie retten!" Todesmutig sprang sie in das schwarze Meer und schwamm zur Zigarettenschachtel. Nachdem sie diese gerettet hatte und dieses Mal so viele Ameisen getötet hatte, wie Berlin Einwohner hat, kam sie wieder auf die Treppe zurück. "Was machen wir jetzt?", fragte ich verzweifelt. "Wir räuchern das Haus aus. Qualm vertreibt jedes Ungeziefer!" "Ja ja, das hätte dir so gepasst! Vergiss es!", pampte ich sie an. "Wir brauchen Ameisenvernichtungsmittel. Oder warte mal. Mir kommt eine bessere Idee. Wir entführen einfach ihre Königin!", schlug ich vor. Und genau diese Idee setzten wir in die Tat um. Wir durchsuchten das ganze Haus nach der Königin. In der Küche standen erst einmal ein paar kiffende Ameisen herum. Die zu viel Whisky erwischt hatten, wankten herum. Und dann endlich sahen wir sie. Ihre Majestät, die Ameisenkönigin. Sie saß auf einer Kokosnuss und sang leise: Wer hat die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss geklauuut? Ja ja, ich wars! Eindeutiger Fall von Größenwahn. Ich schnappte mir dieses kleine Biest und schrie, so dass es jede Ameise hörte: "Wenn ihr eure Königin wieder haben wollt, dann verpisst euch. Aber schnell! Wenn nicht, dann ...!" Ich nahm demonstrativ ein Fleischermesser aus dem Regal. Das wirkte. Die Ameisen machten, dass sie rauskamen. Juhu, wir, nein eigentlich ich hatte es geschafft. Die Invasion wurde erfolgreich bekämpft. Die Ferien konnten beginnen. Das dachte ich jedenfalls.
3. Kapitel
Die Hunde
Einmal in diesem Haus in der Nacht durchzuschlafen, grenzte an ein achtes Weltwunder. Der Grund dafür war etwas, das lebte, auf vier Pfoten ging, jede Menge Flöhe auf Miete wohnen hatte und absolut keine Manieren hatte. Ich war am Abend todmüde ins Bett gefallen, weil ich nach der Ameisenentführung ziemlich geschafft war. Ich wollte gar nicht wissen, wie Gangster, nehmen wir mal an, Mafiosos, damit fertig werden, wenn sie jede Woche jemand neues entführen. Na prost Mahlzeit! Ich fiel also müde ins Bett und zog meinen Schlafsack über. Ich schlief bald ein und träumte gerade davon, das Orlando Bloom mir seine Handynummer geben würde, als statt der Zahlen lautes Bellen aus seinem Mund kam. Verflixt! Hatte er einen Hund verschluckt oder war dass das umgangssprachliche Englisch? Da, schon wieder lautes raues Bellen. "Wuff wuff!" Dann ein noch lauteres Heulen, das sich anhörte, als ob ein kleines Kind gequält würde. Ich fuhr aus dem Schlaf. Hunde! Das konnten nur diese verdammten Köter sein, die da unten am Hang in einem kleinen Käfig hausten. Sie führten sich auf, als ob King Kong persönlich an ihnen vorbeilatschen würde. Ich versuchte das andauernde Gebell zu ignorieren. Aber es klappte nicht. Das Geheule wurde nur noch lauter. Ich stand genervt auf und ging zum geöffneten Fenster. Jetzt sprangen sie auch noch gegen den Käfig. Vielleicht war da draußen wirklich King Kong. Den wollte ich schon immer mal sehen. Ich sah hinaus. Nix! Nur schwarze Nacht. Diese verdammten Mistviecher. Ich ging zurück. In dem Moment schrie Tanti aus dem Fenster: "Haltet endlich euer Maul, ihr verdammten Mistviecher, oder ich qualm euch aus!" Wenn nur meine Eltern da wären. Denen wäre bestimmt etwas Besseres eingefallen wie dieser Satz, aber die waren wie immer beim Radfahren. Jetzt jedenfalls kläfften die Hunde noch lauter. Oh mein Gott! Jeden Moment würde es diese Köter zerreißen, wenn sie nicht aufhörten. Aber nichts der gleichen geschah. Sie wurden noch lauter. "Ich krieg die Krise!", schrie ich. "Ich komm gleich wirklich herunter und qualm euch aus!", schrie Tanti. "Wie wärs, wenn du nicht deine kostbaren Zigaretten verschwendest, sondern einfach nur hinunter gehst und singst?", schlug ich vor. "Ui, genau das mach ich!", jubelte sie. "Ich liebe singen!" Für alle die es nicht wissen: Tanti hielt sich für die beste Opernsängerin aller Zeiten. Sie grölte wirklich jeden Song mit, der im Radio lief. Von Hansi Hinterseer bis Slipknot war alles dabei. Wie sie sang war ihr völlig egal. Aber für ihre Mitmenschen war es das Grauen auf Erden. Furchterregend. ohrenkrebsfördernd. Jauchzend watschelte sie in ihrem Zebrafetzenschlafanzug hinaus in die kühle Nacht. Kurz darauf war ein Heulen zu hören, das noch schlimmer war, als das Gejaule, das die Hunde veranstaltet hatten. Aber es war trotzdem als Schlaf Kindlein schlaf. Der Vater hüt die Schaf ... zu erkennen. Wenn auch in einer undefinierbar schrecklichen Version. Ich hielt mir die Ohren zu. Die Hunde gaben nur noch ein kurzes, wehleidiges Fiepen von sich, dann war alles leise. Entweder waren die Köter jetzt tot oder schwerhörig. Kurz darauf steckte Tanti ihren Kopf herein und sagte: "Alles palletti, Konfetti!" Wie sollte ich das jetzt verstehen? Hatte es die Hunde zerrissen? Kichernd, glucksend und qualmend stapfte eine zufriedene Tanti zurück in ihr Zimmer. Was halb Italien von der gratis Livevorstellung meiner Tante hielten, ist in den Sammelband mit 2000 Seiten Meine Strafzettel für Nachtruhestörung - gekürzte Fassung nachzulesen ...
4. Kapitel
Der Verkehr
In diesem Haus auszuschlafen war so unmöglich, wie die sieben Weltmeere zu durchschwimmen, wenn man Nichtschwimmer war. Kaum ist es sechs Uhr geht es los. Aber alles der Reihe nach. Nach der Hundeaktion war ich wieder totmüde und schlecht gelaunt ins Bett gestiegen. Ich freute mich auf eine ruhige Nacht, denn die Hunde waren entweder tot oder es hatte sie zerissen. So genau wollte ich das auch gar nicht wissen. Der Zeiger ging auf sechs Uhr zu. Ich träumte wieder den Traum, wie Orlando Bloom mir seine Handynummer geben wollte, doch statt den Zahlen kam diesmal ein Brumm Brumm Röhr aus seinen Mund. Was sollte denn das schon wieder? Ich fuhr abermals aus dem Schlaf. Ich fühlte mich wie von einer Dampfwalze überfahren. Hatte man die restlichen Hunde mit Motoren gefüttert und ihnen dann Diesel zu saufen gegeben? Ich quälte mich aus dem Bett und schlurfte zu Tantis Zimmer. Als erstes kam mir eine Qualmwolke entgegen, als ich die Tür aufgemacht hatte. Kurze Zeit später hatte sich der Nebel verzogen und gab den Blick auf eine friedlich schlummernde Tanti frei, die ihren Daumen als Duzi in den Mund geschoben hatte. Schäpper Röhr Brumm Brumm Tanti fuhr aus dem Schlaf. "Ja, verdammt noch mal, was geht denn hier ab? Meine "Babys" brauchen auch ihren Schlaf!", kreischte sie wütend und sprang mit ihrem Zebrafetzenschlafanzug aus dem Bett. Quiiiiiitsch Krach Bumm Es gab einen ohrenbetäubenden Lärm. "Ach du heilige Peperonie!", sagte ich erschrocken. "Jetzt ham die nen Unfall baut!" "Selber schuld diese Sitzbräuner! Wer meine Babys beim schlafen stört, hat es nicht anders verdient!", murmelte Tanti genervt. Ich ging kopfschüttelnd wieder in die Federn. Aber die Ruhe war nicht von langer Dauer. Draußen pfiff jemand mit einer Pfeife. Was sollte denn dieser Mist? Ich war so wütend, dass ich entschlossen war, diesen Unruhestörer zu hauen. Also stürmte ich nach draußen. Aber das Bild das sich mir bot, war der reine Wahnsinn. Tanti stand mitten auf der Straße, zwischen tausenden Autos, die mit 200 Sachen an ihr vorbeibrausten. Sie hatte sich ein Schild umgehängt, auf dem Stand: Raucher richten den Verkehr - Ich bin ein Verkehrspolizist. Meine Herren, wenn das die richtige Polizei mitbekommen würde ... Tanti hampelte herum, stoppte dieses oder jenes Auto und hatte dabei wohl jede Menge Spaß den armen Autofahrern mit ihrem Zigarettenqualm die Sicht zu nehmen. Ich sah mir fünf Minuten voller Spannung das Geschehen an. Bis ein muskelbepackter Macho aus seinem Lamborgini stieg und auf Tanti mit drohenden Fäusten zuschritt. "He du, du Spacko! Willst dich wohl aufmucken oder was?", schrie ihn Tanti an. Jetzt kam sie sich wohl so mutig wie ein Exknasti mit ihrem schwarz-grauen Anzug vor. Der Typ schaute sie nur verständnislos an. Schon klar, war ja nur ein Sitzbräuner! "Bist wohl Nichtraucher, oder was? Hats dir Sprache verschlagen, oder was?", keifte sie ihn an. "Hey Idi, wennst nix sagst dann verpiss dich oder ...!" Tanti blies ihn eine Wolke Glimmstängelrauch ins Gesicht. Das vernebelte alles. Tanti, den Typen und die restlichen Autofahrer. Ein lautes Klatschen war zu hören. Dann kam der Typ aus dem Nebel gerannt und brauste mit seinem Bonzenschlitten davon. "Verdammter Nichtraucher!", schrie ihn Tanti hinterher. Na das konnte ja mal was werden. Tanti als rauchender Verkehrspolizist. Na prost Mahlzeit!
5. Kapitel
Das Unkraut
Nachdem der Verkehr am Morgen mehr schlecht als recht geordnet worden war, ging es auf den Nachmittag zu. Eine Abschleppfirma hatte diverse Blechstücke bereits weggeräumt. Meine Eltern waren wie immer Radfahren. Voll die Freaks! Tanti hatte beschlossen, ihren Zebrafetzenschlafanzug auch tagsüber anzulassen. Nun hüpfte sie im Garten herum und sang: Ich bin eine Biene! Ich bin auch gestreift. Summdisumm ... "Bienen rauchen nicht!", sagte ich genervt. "Ja und, ich bin halt eine sehr PS starke Biene!", sagte sie. "Eher eine auspuffgestörte ...!", gab ich jetzt schon ziemlich genervt zurück. "Dann mach ich mich halt ans Unkraut jäten!", sagte Tanti beleidigt. Schön für sie. Ich ging hinauf in mein Zimmer. Kurze Zeit später hörte ich lautes Geschrei. Was war denn jetzt schon wieder. War eine ihrer heißgeliebten, suchtmachenden Stängel abgebrochen? Welch ein Drama. Ich lief hinunter, weil das Geschrei einfach nicht aufhörte. War doch etwas Schlimmeres passiert? War etwa eine ganze Schachtel Zigaretten kaputt gegangen? Ich lief zur Tür hinaus und blieb erschrocken stehen. Um sich einen Weg zu Tanti zu bannen, hätte man glatt ein Buschmesser benötigt. Überall, aber wirklich auch überall war Unkraut. Riesige Löwenzahnpflanzen, überdimensionale Gräser und Blüten. Ein Affe mit eine Zigarette im Maul schwang sich an einer Liane an mir vorbei. Das Gekreische von Tanti, kam tief aus dem Dschungel. Ich glaubte, ich war nicht mehr in Italien sondern mitten im tiefsten Regenwald. Ich lief zurück ins Haus und holte ein Fleischermesser. Das konnte man schon einmal als zweitklassen Buschmesser hernehmen. Ich lief hinein in den Wald und schlug mir einen Weg durch das widerspenstige Gestrüpp, das mich stark an meine eigenen Haare erinnerte. Irgendwann stieß ich auf Tanti. Eine riesige XXL-Schlingpflanze hatte sie gekrallt. Nun baumelte sie Kopfüber in der Luft. "Oh Gott. Hilf mir doch. Kopfüber kann man so schlecht rauchen.", jammerte sie. Ich schlug den Stengel ab und Tanti fiel laut schreiend zu Boden. Es kracht und die Erde erzitterte. "Tanti is back!", schnaufte sie und steckte sich eine Zigarette an. "Bienen können aber fliegen!", sagte ich ironisch. "Was ist passiert Tanti?" "Na ja, eigentlich wollte ich nur die Blumen düngen, aber ich hab wohl das Superhyperhaarwuchsmittel von Fränky erwischt!", erzählte sie. Oh je. Jetzt hatten wir noch mehr Unkraut zu beseitigen. Wir marschierten durch den Urwald, wichen ein paar kreischenden und keckernden Affen aus (wo die nur herkamen? Mutierte Flöhe?), sprangen über Riesenechsen (eindeutig mutierte Eidechsen!) und gelangten zum Geräteschuppen. Davor war eine riesige Pflanze mit fünf spitzen Blättern an jedem Stängel. "Was ist denn das für ein eigenartiges Gewächs?", fragte Tanti neugierig. "Gras.", sagte ich. " Gras? Das schaut aber nicht wie normales Gras aus." "Man kann es rauchen!", antwortete ich listig und grinste in mich hinein. "Rauchen? Man kann es rauchen?", schrie sie erfreut und pflückte so viel von diesen Blättern wie in ihre Tasche ging. Wenn die wüsste wie das Zeug high machte. Aber ich sagte lieber nichts. Im Geräteschuppen fanden wir einen reinen Glatzenmacher. Ich nahm die ganze Flasche und sagte zu Tanti: "Los, dreh dir ne Zigarette aus dem Zeug, was du gerade gepflückt hast." Das ließ sie sich nicht zwei Mal sagen. Kurz darauf qualmte sie ihren ersten Joint und wusste es noch nicht einmal. Als sie schon lustig drauf war, sagte ich zu ihr: "So, du bist doch eine Biene. Bienen können fliegen. Nimm das Glatzenmittel und verteil es über den ganzen Garten." Tanti hob mit der Flasche ab. Ich sagte doch: Das Zeug macht high. Kurz darauf war alles verteilt und die Pflanzen hatten wieder ihren normalen Ursprung. Tanti kicherte noch und machte noch ein paar Salto Mortale in der Luft und landete dann glucksend vor mir. Die Hanfblätter ragten noch aus ihrer Tasche.
6. Kapitel
Der Fernseher
Ich gähnte herzhaft. Seit Tanti den Verkehr regelte, mit ihrer Werdet endlich Raucher Kampagne, war es bis um 8:00 Uhr ruhig. Ich stiefelte noch ein wenig verschlafen die Treppe hinunter. In der Küche hörte ich das gewohnte Gemurmel von Lisa: "Man nehme 2 Froschschenkel, eine Prise Ohrenschmalz, 10g gut geriebene Ameisen, 100 Spinnenaugen und Beine. Nach 10 Minuten füge man bla bla bla ...." Seit meine Schwester an dem Kurs außergewöhnliche Küche - auf eigene Gefahr teilgenommen hatte, kochte sie jedes Mal etwas Ekligeres. Es schmeckte echt zum davon laufen. Wer aß schon Spinnenaugen? Ich glaubte eher, sie war in den Kurs Hexensabbat geraten, der zur gleichen Zeit stattgefunden hatte. Meine Tante kam kurz nach acht ins Haus. Aus ihrem Zebrafetzenschlafanzug ragten noch immer die Hanfblätter von gestern. Gerade kam mein Papa herunter, der heute nicht radfahren war, weil ihm die Powerriegel ausgegangen waren. Deshalb irrte er jetzt mit meiner Mutter ruhelos herum, um etwas zu finden, was ähnlich wirkte. Gerade jammerte er etwas Tanti vor. Die griff in ihre Tasche und holte die Blätter heraus. "Probier doch das Zeug mal. Das is echt so super. Ich bin gestern sogar geflogen. Wenn du das rauchst, dann düst du ab, bis nach Peking!" Das ließ sich mein Papa nicht zweimal sagen. Tanti zeigte ihm noch schnell, wie man sich so einen Joint drehte. Fünf Minuten später zischte er und meine Mutter ab, als wenn jemand eine Rakete mit der Kraft von 100 Elefanten, in ihrem Hintern gezündet hätte. Die radelten echt mit Lichtgeschwindigkeit. Das war wirklich der stärkste Stoff, den ich jemals gesehen hatte. Kein Wunder, die Pflanze hatte ja auch ein Superhyperhaarwuchsmittel abbekommen. Da musste die Wirkung auch superhypermal besser sein, als normal. Die Frage war nur, wer hatte die Pflanze überhaupt gepflanzt. Ich schwelgte gerade noch in Gedanken, als mich ein richtiger Urknall unsanft herausriss. Aus der Küche rauchte es noch ärger als wie wenn Tanti eine paffte. "Upselchen, jetzt hab ich wohl aus Versehen zu viel Drachenstärke in den Topf geschüttet.", hörte ich Lisa murmeln. Da Tanti langweilig war, hatte sie den Fernseher angeschaltet. Alles was recht ist, aber Italien hatte die absolut schlechtesten Programme, die es jemals geben konnte. Das topte sogar noch Big Brother! Die Sitzbräuner mussten wohl reihenweise an Verblödung sterben, oder eine Sicherung in ihrem Kopf brannte durch, weil sie zu lange Zeit im Bräuner saßen. Aber ich tippte eher auf Verblödung durch megaschlechtes Programm im Fernsehen. Tanti hatte geraden den Sender Kiffer 1 da. Davon gab es noch drei weitere. Gerade lief, wie man verschiedene Formen des Rauches aus dem Mund lassen konnte. Das war Tantis absolutes Lieblingsprogramm, sogar noch vor Wie wird man die beste Opernsängerin der Welt, ohne das Rauchen aufgeben zu müssen? Ich setzte mich dazu und bereute es gleich wieder, das ich nicht meine Gasmaske dabei hatte. Tanti versuchte sich gerade an einem Segelschiff und verpestete dabei die ganze Umwelt. Zum Glück war jetzt Werbung. Ich verstand leider kein Wort, aber bei einer Werbung strahlten auf einmal Tantis Augen. Sie zischte wie ein Blitz ab und blieb den ganzen Abend weg. Ich hatte den Fernsehen laufen lassen, als plötzlich, so gegen 21 Uhr eine Show begann, die auf Deutsch übersetzt Italien sucht die beste Opernsängerin hieß. Da eh nix Gescheites lief, eigentlich wie immer, entschloss ich mich, den Abend damit zu verbringen, mir diesen Schwachsinn reinzuziehen. Als eine Frau auf die Bühne trat, machte ich mir darüber noch keine allzugroße Gedanken. Als ich aber bemerkte, dass diese Frau den gleichen Zebrafetzenschlafanzug trug wie Tanti, schaute ich doch genauer hin. Ich bekam wirklich einen Schock. Das war nicht nur irgendeine Frau, sondern Tanti, wie sie leibt und lebte. Oh Gott! Was war denn das schon wieder für eine peinliche Aktion. Von allen Menschen der Welt, konnte doch wohl Tanti am allerwenigsten singen! Gebannt guckte ich auf die schwarz-grau gestreifte Gestalt. Ich betete, dass eine restliche Zigarette ihren Mund verstopft hatte, aber Pustekuchen. Gott wahr wohl schon im Bett. Tanti schmetterte so laut sie konnte O sole Mio .... ins Mikrophon. Ich hielt mir die Ohren zu und bemitleidete im Stillen die Zuschauer, die da im Saal saßen. Die hatten garantiert einen Hörschaden, wenn nicht ein Trauma. Ich schaltete die Kiste aus. Das war echt zu viel. Spät in der Nacht kam eine gut gelaunte Tanti zurück. Ich sagte lieber nichts. Am nächsten Tag kam in den Nachrichten, das Italien sucht die beste Opernsängerin sofort abgesetzt wurde. Der Sender hatte so viel Schmerzensgeld zahlen müssen, dass er noch am gleichen Tag Pleite gegangen war.
7. Kapitel
Die Treppe
Ein weiteres Problem in diesem Haus, stellte eine Treppe dar. Sie war klein, aus Eisen und wie eine Turmtreppe geschwungen. Man bekam echt Zustände bei der Enge dieses Teiles. Gerade das man nicht stecken blieb. Aber jetzt einmal alles der Reihe nach. In der Früh stand ich noch ziemlich unausgeschlafen auf, denn es hatte an der Tür geläutet. Tanti, die an einem Italienischschnellkurs teilgenommen hatte, öffnete die Tür. Ein Sitzbräuner übergab ihr eine Postkarte. Ich nahm sie ihr aus der Hand. Sie war aus Peking. Wer das wohl war?
Hallo ihr!
Wir sind hier in Peking. Es ist eine wunderbare Stadt, die wir nur dank Tantis Stoff erreicht haben. Das war echt ein Antrieb. Hier gibt es noch mehr von dem Zeug, das uns so nette Männer in schwarzen Anzügen verkauft haben, die so nen komischen Namen haben. Die chinesische Mafia oder so. Na jedenfalls bleiben wir hier noch ein bisschen. Später radeln wir dann noch nach Amerika, weil Olga unbedingt noch Rigert Ghier treffen will. Also bis irgendwann mal.
Viele Grüße
Olga und Georg
P.S.: Die Peking-Ente schmeckt ausgezeichnet!
Respekt. Die waren wirklich bis nach Peking mit dem Rad geradelt. Ich sah mir das Postkartenfoto an. Es zeigte eine gebratene Pekingente. Ich legte das Teil wieder auf die Seite und wollte gerade die Treppe rauf, als mir Tanti in der Mitte den Weg versperrte. "Kann ich mal vorbei?", fragte ich. "Ja gleich!" Sie fuselte am Treppenboden rum. Ich sah mir das Treiben fünf Minuten an. Als Tanti immer noch keine Anstalten machte, zur Seite zu rücken, wurde ich ungeduldig. "Wenn du mich schon nicht durchlässt, dürfte ich dann wenigstens erfahren, was du da machst?" "Ich hab grad ein Buch gelesen, über mittelalterliche Treppen. Da war eine genannt, die war ganz besonders. Die konnte einen nämlich per Schalter in ein Paradies bringen." "Oh man! Du glaubst doch wohl nicht echt diesen Schwachsinn. Außerdem stammt diese Treppe bestimmt nicht aus dem Mittelalter. So weit ich weiß waren diese Treppen aus Holz oder Stein und diese ...." Bevor ich den Satz zu Ende sprechen konnte, rumpelte und knackste es auf einmal ganz schrecklich. "Oh Gott! Die Treppe bricht gleich zusammen!", schrie ich hysterisch. Jetzt wackelte sie auch noch ganz bedrohlich. Ich wollte hinunter laufen, doch die Treppe bewegte sich fast wie eine Rolltreppe nach oben. Ich setzte mich auf die Treppenstufe und war wie gebannt. Was würde jetzt wohl passieren? Die Treppe fuhr immer weiter nach oben. Mittlerweile sausten wir durch einen Himmel, der in allen Farben strahlte. Die Wolken sahen aus wie Zuckerwatte. Und wenn sie danach wirklich schmeckten, hätte es mich auch nicht mehr weiter gewundert. Das war einfach verrückt. Total verrückt. Ich machte die Augen zu, weil wir immer höher hinaufkamen und ich an Höhenangst litt. Irgendwann, mir kam es vor wie eine halbe Ewigkeit, stoppte die Treppe rumpelnd. Ich und Tanti stiegen aus. Das war der Hammer. Ich sah mich um. Vor mir erstreckte sich ein Wald voller bunter Bäume. Manche waren gepunktet, andere gestreift. Vor mir erhob sich ein Zuckerwattenberg. Neben mir gluckerte ein Colafluss. Und hinter mir gab es einen Schokoeissee. Ich erblickte ein Schild: Willkommen auf dem Planet Groovey-Freaky! Wir wünschen ihnen einen angenehmen Aufenthalt und passen sie auf ihre Augen auf, das sie ihnen nicht vor Erstaunen aus dem Kopf fallen! Daneben waren einige Wegweiser: Zitroneneisberg, Waldmeisterwackelpuddinghöhle, Zuckerwattenmoor, Freakywald und Raucherzone. "Lass uns in zur Raucherzone gehen!", schrie Tanti erfreut. "Vergiss es! Gehen wir in den Freakywald." pampte ich sie an. Ich überredete sie bald und wir machten uns auf den Weg. Die Pflanzen waren echt der Hammer. Aber noch abgefahrener waren die Früchte die sie trugen. Ein rot-gelb gepunkteter Baum trug lauter Eissorten. Ein anderer, mit noch verrückteren Farben trug lauter abgefahrene Klamotten. Ich pflückte mir ein paar Sachen. Tanti entdeckte einen Schalter, auf dem Stand: Falls sie ein T-Shirt mit ihrem speziellen Druck haben wollen, dann drücken sie hier und geben sie den Text ein. Das ließ sich Tanti nicht zwei mal sagen. Sie ließ sich jede Menge davon heraus. Zum Beispiel: Zigaretten forever, Nichtraucher raus - Raucher an die Macht, I love Zigaretten und ihren Lieblingsspruch Raucher richten den Verkehr - ich bin ein Verkehrspolizist. Dazu suchte sie sich noch eine quietschgelbe Hose aus. Über Geschmack lässt sich streiten ... Dann gingen wir weiter. Als wir genug vom Wald gesehen hatten, schlenderten wir zur Wackelpuddinghöhle. Das war echt super, weil man sich so viel Wackelpudding in den Bauch stopfen konnte wie man wollte, und das alles auch noch gratis. Leider erwischte Tanti zu viel und hüpfte nun mehr als sie ging. Als wir aus der Höhle heraustraten, rollte sie aus Versehen einen steilen Abhang hinunter und landete in einem Zuckerwattefeld. Leider überrollte sie einige Zuckerwatteernter. Diese liefen nun wütend hinter ihr her, weil sie ihre Ernte vernichtet hatte. Ich hockte mich auf Tantis Rücken und konnte nun wie auf einen Pferd reiten, nein eher hüpfen. Wir kamen schnell voran und entdeckten die Treppe. Wir sprangen hinauf und ich legte einen Schalter um. Die wütende Meute Zuckerwatteernter schrie uns noch einige hier nicht erwähnenswerte, weil noch nicht ganz jugendfreie Wörter, hinterher. Die Treppe ruckelte und tuckelte langsam wieder hinunter. Nach wieder einen halben Ewigkeit kamen wir endlich daheim an. Ja die Erde hatte uns wieder. "Sorry Tanti, dass ich dir das mit der Treppe nicht geglaubt habe!" Tanti grinste mich triumphierend an. Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn, dachte ich hämisch. Aber wenigstens hatte ich ein Abenteuer erlebt, das meine Eltern wahrscheinlich niemals in Peking erleben würden. Und wenn mir einmal langweilig war, wusste ich was ich zu tun hatte. Ich würde mich einfach auf die Treppe setzen und samt meiner Tante hinunterfallen und so arg auf den Kopf fallen, das wir ohnmächtig wurden und so einen Schwachsinn träumten ...
8. Kapitel
Das Kaff
Nun haben sie ja schon ganz schön viel über das Haus erfahren. Jetzt können wir etwas weiter ausschweifen und ein wenig darüber berichten, wo es überhaupt steht. Also, das Haus steht weit oben auf einem Berg. Von unten kann man das kleine Dorf überhaupt nicht sehen. Hier wohnen höchstens 200 Menschen und in dem Dorf, das sich übrigens Montesicuro nennt, gibt es absolut keine Attraktion. Montesicuro ist ungefähr so interessant, wie wenn man einen grauen Felsen anstarren würde. Oder als Abwechslung vielleicht das Muster der Raufasertapete auswendig lernen würde. Aber jetzt hacken wir nicht so viel auf diesem Dorf herum, sondern erzählen einmal die Vorteile, auch wenn es wenig ist. Es gibt zum Beispiel eine Bar, die leider nicht lang offen hat. Dann gibt es noch einen Bäcker und einen Metzger. So das wars. Jedenfalls ist es unerreichbar für Menschen, die nicht wissen wo es liegt. Aber jetzt gehen wir wieder zum Haus zurück. Ich und Tanti hatten gerade nichts vor und weil Tanti es "arrogant" fand, dass ich noch nicht durchs Dorf gegangen war, wollten wir das jetzt machen. Also gingen wir durch das Dorf. Auf dem Marktplatz befand sich ein sehr, sehr tiefer Brunnen. Da es so heiß war und wir schon ganze geschlagene drei Minuten unterwegs waren, beschlossen wir eine Rast einzulegen. Tanti zündete sich natürlich gleich wieder eine Zigarette an. Paffend hockte sie sich auf den Rand des Brunnen. Neugierig sah sie hinunter, um zu sehen wie tief das Teil überhaupt war. Und da passierte das unfassbare Schlimme. Die Zigarette entglitt Tantis Mund und fiel mindestens 50 Meter tief hinunter. "Oh Gott! Nein!!! Komm zurück Schätzchen! Komm wieder zurück!", heulte sie hysterisch. Aber die Zigarette dachte wohl gar nicht daran, denn sie fiel immer weiter hinunter. Dann war sie irgendwann in der Dunkelheit verschwunden. "So ein Pech!", sagte ich höhnisch. "Und ob das ein Pech ist! Ein großes sogar. Ich muss sie retten. Koste es was es wolle." sagte sie mit weinerlicher Stimme. "Unser Leben wahrscheinlich!", keifte ich sie an und sah beunruhigt in den pechschwarzen tiefen Tunnel. Ich wollte gar nicht wissen, was da unten abging. Tanti zerrte an meiner Hand und wir liefen zurück zum Haus. Dort riss sie unter der Treppe eine Falttür auf. So was, die hatte ich noch gar nicht bemerkt. "Stammt noch vom Mittelalter.", erklärte mir Tanti. Ich holte eine Taschenlampe und wir stiegen die alten knarrenden Stufen hinunter. Muffige Luft schlug uns entgegen. Mir verschlug es für einen Moment den Atem. "Warst du da unten schon einmal? Und weißt du, wo wir da hinkommen?", fragte ich besorgt. "So viel ich weiß führt der Gang zu einem alten Brunnen. Aber ich glaube wir sind die ersten Menschen, seit hundert Jahren, die diesen Gang wieder betreten haben!", antwortete sie mir. Na toll! Das waren Voraussichten und so dermaßen beruhigend. Wir folgten den Gang, der immer bergab ging, fünf Minuten lang. Doch auf einmal stürzten wir beide in ein Loch, das wir auf dem dunklen Boden übersehen hatten. Wir fielen immer weiter nach unten. Oh Gott! Nur wegen einer scheißblöden suchtmachenden Zigarette musste ich sterben? Wir fielen immer noch. Jeden Augenblick müssten wir doch auf den Boden aufprallen. Aber denkste. Wir fielen immer noch weiter. Mann, wie tief war denn dieser blöde Brunnen? Auf einmal plumpsten wir weich auf ein grasbewachsenes Feld. Ich sah mich erstaunt um. Weiter vorne saß Tanti im Gras und schrie freudig: "Meine Zigarette! Ich hab sie gefunden!" Kurz darauf war ein Heulen zu hören: "Mist, da war nur ein Stofffetzen." Nein so ein Pech. Ich blickte auf Montesicuro. Das Dorf sah immer noch gleich aus, außer einem bedeutenden Unterschied. Die Menschen waren ziemlich seltsam gekleidet und Autos schien es auch keine zu geben, denn gerade rumpelte ein Holzfuhrwerk an uns vorbei. Der abgerissene Typ musterte uns neugierig. Tanti sprang auf und fragte ihn: " He du Sitzbräuner! Hast du vielleicht vor kurzen eine Zigarette gesehen? Sie ist mir in einen Brunnen gefallen." "Was ist eine Zigarette?", fragte der Typ. "Du kennst keine Zigarette?", fragte Tanti ungläubig. "Nichtraucher, was? Aber damit du es weißt: Eine Zigarette ist ein weißbrauner Stengel der vorne Raucht, klar?" "Ach fremde Reisende meint den rauchenden Wunderstengel, der alle Wünsche erfüllt? Den gibt es nur einmal und er befindet sich im Besitz des edlen Herren, Vito von Montesicuro. Er lässt ihn gut bewachen!" "Was, seit wann erfüllen denn Zigaretten jeden Wunsch?", fragte Tanti verdutzt. "In Rauchform, wahrscheinlich.", sagte ich fachkundig daher. Wir zwei machten uns daher auf den Weg zu Vito von Montesicuro, um Tantis halb aufgerauchte Zigarette zu befreien. Wir kamen an alten Häusern vorbei, die schon halb verfallen waren, aber immer noch bewohnt wurden. Tantis Haus war auch da. "Schau einer an. Sogar im Mittelalter gab es mein kleines Häuschen!", stellte Tanti erfreut fest. Wir gingen weiter in das Dorf hinein. Die Leute musterten uns neugierig. Schon klar, die hatte bestimmt noch nie Leute aus der Zukunft gesehen, geschweige denn eine Jeans. Ganz oben auf dem Berg ragte uns die große Burg des Vito von Montesicuro entgegen. "Da drin ist meine Zigarette. Ich rieche es. Ich rieche es. Und dieser gemeine Typ hat sie entführt!", sagte Tanti. Wir klopften an dem schweren hölzernen Eingangsportal. "Aufmachen! Aufmachen! Ich will meine Zigarette wieder!", schrie Tanti aufgebracht. Die Tür öffnete sich quietschend. "Was ist ihr Begehr?", fragte eine rauhe Stimme. "Wir wollen sofort zu Vito von Montesicuro.", sagte meine Tante. "Das geht leider nicht. Der edle Herr empfängt keine Fremden." Tanti wurde schon wütend und wollte sich schon auf den Wächter stürzen als ich ihr zuvorkam: "Es geht um den rauchenden Wunderstengel. Wir haben noch mehr davon und wir dachten, euer Herr hätte Interesse daran." Hä? Hatte ich grad eben Italienisch gesprochen? Seltsam. Aber war jetzt nicht so wichtig. Der Typ war sofort freundlicher. "Wenn das so ist, dann folgen sie mir. Ich werde meinen edlen Herrn fragen ob er sie empfängt." Also, es geht doch. Ich und Tanti folgten ihm. Wir gingen durch etliche Räume, die außer einigen Stühlen, Tischen und Schränken nichts beinhalteten. Nach dem dreißigsten Raum, kamen wir endlich zum Thronsaal. Der Typ machte ja schon voll einen auf Kaiser. Der war bestimmt arrogant. Der Wächter verschwand hinter der Tür. "Ich will dem Kerl in die Augen schauen, der es gewagt hat, mir meine Zigarette zu stehlen!", flüsterte mir Tanti zu. Die Tür ging wieder auf und der Wächter holte uns rein. Ganz vorne saß ein Typ mit einer großen Brille und einem Vollbart. "Ja Vito altes Haus. Ich hab gar nicht gewusst, das du der Herr von Montesicuro bist.", sagte Tanti herzlich. "Wer sind sie und was wollen sie?", fragte dieser nur unfreundlich. "Kennst du mich nicht mehr alter Freund? Du hast uns heute erst Saubohnen vorbeigebracht!" "Ich hab sie noch nie gesehen, geschweige denn ihnen etwas geschenkt!" Tanti wirkte gekränkt. Um sie aufzuheitern sagte ich: "Das ist bestimmt ein Verwandter von Vito. Los jetzt, hol die Zigarette und dann verschwinden wir." "Ja, also wir haben erfahren, das sie meine Zigarette gefunden haben. Nun möchte ich sie wieder haben. Bitte!", erklärte sie dem verdutzten Vito. "Nichts da, das ist meine! Die bekommt niemand." Jetzt wurde Tanti grantig. Sie zündete sich eine neue Zigarette an und qualmte den ganzen Raum voll, so das man die Hand nicht mehr vor Augen sehen konnte. Ich hörte ein Patschen und dann zog mich Tanti aus dem Raum. "Wachen! Wachen! Zu mir! Folgt diesen zwei Personen. Sie haben meinen rauchenden Wunderstengel geklaut!", schrie der "edle" Herr laut. Wir hörten lautes Fußgetrappel hinter uns. Wir liefen zu Tantis Haus und stürmte an einer verwunderten Bauernfamilie vorbei. Ich riss die Falttür auf und wir kletterten hinein. Dort liefen wir den Gang so lange entlang, bis wir wieder in das tiefe dunkle Loch fielen. Mit einem Plumps landeten wir abermals in einer Wiese. Es war wieder die gleiche. "Oh nein! Sind wir immer noch nicht in der Zukunft?", fragte Tanti ängstlich. Bevor ich ihr antworten konnte, hupte oben auf der Straße, der Teerstraße, ein Auto. Ja, wir hatten es geschafft. Tanti hatte ihre Zigarette wieder und ich war nur froh, wieder in dem normalen modernen Kaff zu sein.
9. Kapitel
Bettenmange
Ein weiteres, sehr, sehr schwerwiegendes Problem stellte der Mangel an normalen Betten dar. Eigentlich hatten wir ja zwei an der Zahl. (Immer noch nicht ganz ausreichend für 5 Personen, aber immerhin ...) Ein Doppelbett das meine Eltern belagerten, insofern sie einmal nicht gerade beim Radfahren waren, was ja ziemlich selten vorkam, und ein ganz normales Einzelbett, das meine Tante beanspruchte. Tja, und wir Kinder mussten auf quietschenden Luftmatratzen schlafen, die bei jeder Bewegung einen Heidenlärm verursachten. Total nervig. Die Erwachsenen durften auf den 1. Klassebetten schlafen und wir mussten uns mit so einem 3. Klassebett abgeben. Echt nett. Da hätten wir auch gleich draußen auf den Steinen schlafen können. Eines Morgens stand ich wieder einmal genervt auf, weil ich die halbe Nacht kein Auge zu getan hatte. Gründe dafür:
1. bellende Hunde
2. singende Tanti
3. quietschende Luftmatratze
4. lauter Verkehr
5. usw. usw..
Aber dann passierte Folgendes: Tanti hatte mal wieder in ihrem Bett geraucht. Als ich in ihr Zimmer gehen wollte, hörte ich laute Schreie: "Feurio, Feurio!!! Es brennt! Polizei, Feuerwehr, Nichtraucher zu mir. Wir müssen das Feuer löschen!", brüllte Tanti aus Leibeskräften. Ich und Lisa rannten schnell in ihr Zimmer. Tanti hatte schon das Fenster aufgerissen. "Was brennt denn?", fragte ich schnell. "Mein Bett. Mein Bett brennt! Schnell wir müssen es löschen!" Also holte ich von unten einen Kübel mit Wasser und schüttete es über das Bett. Leider hatte ich vor lauter Rauch nicht wirklich erkannt, wo das Bett war, und als ich lautes Gefluche vor mir hörte, wurde mir augenblicklich klar, das ich den Kübel mit eiskalten Wasser über Tanti geschüttete hatte. Ich sprintete die viel zu enge Treppe abermals hinunter und holte wieder Wasser. Diesmal traf ich mein Ziel. Es machte "Zzzzisch" und das Feuer erlosch. Gott sei dank! Doch als sich der Rauch verzogen hatte, war klar, das es sich gar nicht mehr rentiert hatte, das Bett zu löschen, da nur noch ein Häuflein kokelnde Asche davon übrig geblieben war. "Oh nein, mein Bett! Futsch! Einfach weg!", heulte Tanti. "Worauf soll ich jetzt nur schlafen!" "Ich hätte da schon eine Idee. Unten ist noch eine Luftmatratze.", schlug ich fiesgrinsend vor. "Du meinst doch nicht etwa dieses Steinzeitteil, wo Luft reinkommt, oder?", fragte Tanti erschrocken. "Genau das meine ich." Tanti jammerte wieder herum. "Aber ich kann mich doch auf kein 3. Klasse Bett legen. Das ist unter meiner Würde. Ich bin doch nur Daune gewohnt." Doch all das Rumgenörgel half nichts. Tanti musste schließlich doch auf der Luftmatratze schlafen. "Lieber 3. Klasse als Viehlager!", pflegte sie zu sagen. Ich fragte mich jedoch, ob Stroh nicht doch bequemer war, als die Luftmatratze. Am nächsten Tag wachte ich schon um sechs Uhr auf. Gründe dafür:
1. bellende Hunde
2. fluchende Tanti 3. quietschende Luftmatratze
4. noch eine quietschende Luftmatratze mehr
5. lauter Verkehr usw. usw ...
10. Kapitel
Weiteres Ungeziefer
Man war ich müde und geschafft. Elendige Luftmatratzen! Erledigt hockte ich mich auf das Sofa, um mich dort noch einmal von dem sehr anstrengenden Treppenabstieg, mit Haltestation am Frühstückstisch, auszuruhen. Doch die Ruhe wehrte nicht lang. Auf einmal spürte ich eine Bewegung hinter der Überwurfdecke des Sofas. Ich schoss hoch und riss die Decke weg. Oh Gott! Dort saß ein riesiger Riesentausendfüßler mit einer Art Kneifzange vorne am Kopf. Ich kreischte. War das Vieh widerlich. "Tanti schnell! Auf dem Sofa sitzt ein Riesentausendfüßler." Nichts bewegte sich. Sie war wahrscheinlich wieder zu faul, herunter zu kommen. Jetzt kam sie gleich wieder mit der Ausrede: Ich hab doch ein kaputtes Knie. "Aber ich hab doch ein kaputtes Knie!", schrie sie herunter. "Also ich rette die Zigaretten nicht, die der Tausendfüßler gerade frisst!" Oben war ein lautes Rumpeln zu hören und schon polterte Tanti mit großen Schritten die Treppe herunter. "Schnell, wir brauchen ein Insektenvernichtungsspray!", schrie sie. Sie rannte hinaus in den alten Blechschuppen und holte eine Spraydose. Damit besprühte sie das ekelige Vieh. Wir warteten. Doch anstatt zu sterben, schwoll der Tausendfüßler immer mehr an. Ich riss der verdatterten Tanti die Dose aus der Hand. Darauf stand in großen Buchstaben: ACHTUNG! SUPERHYPERHAARWUCHSMITTEL - SCHNELL UND EFFEKTIV "Oh nein Tanti! Du hast Onkel Fränks Superhyperhaarwuchsmittel erwischt!", schrie ich erschrocken. Der Tausendfüßler, der jetzt schon die Ausmaße eines Doggen hatte, wuchs immer noch weiter. "Ich hab dir doch gesagt, dass du das Zeug nicht mehr in den Geräteschuppen stellen sollst!", schrie ich voll genervt. Der Tausendfüßler hatte endlich aufgehört zu wachsen, war jetzt aber fast so groß wie ein Elefant. Ich starrte das Monster entgeistert an. So etwas ekeliges hatte ich noch nie gesehen. Vor allem die Beine ... "Eine Spinne! Da krabbelt eine eklige Spinne!", schrie Tanti gerade hysterisch. "Mann, wir haben ein viel größeres Problem, als eine Spinne!" Ich deutete demonstrativ auf das Vieh. "Ach das räuchern wir einfach aus. Halt ich hab eine bessere Idee." Und damit verschwand sie auch schon nach oben. Na toll. Jetzt stand ich mit einem wahrhaftigen Riesentausendfüßler im Wohnzimmer. Was sollte ich jetzt nur tun? "Ein Gecko! Dort krabbelt ein ekeliger Gecko!", schrie Tanti gerade von oben. "Lass den Gecko und komm so schnell wie möglich wieder runter!", schrie ich hinauf. Ich hörte Fußgetrappel und Tanti erschien vor mir, mit einem großen Plakat unter dem Arm. "Was ist das?", fragte ich neugierig. Sie schlug das Plakat auf. Darauf stand: Wollten sie schon immer ihren Kindern mal das Schuhbinden beibringen, ohne damit nervige Stunden zu verbringen? Dann sind sie hier genau richtig: Ein Riesentausendfüßler steht bereit, um mit gebundenen Schuhen ausgestattet zu werden.
Preis:
4€ pro Stunde
oder für Raucher:
Eine Schachtel Zigaretten
"Na wie klingt das?", fragte Tanti. "Weiß ja nicht. Glauben die Leute so etwas überhaupt?", fragte ich etwas skeptisch. Sie glaubten es. Kaum hatte Tanti das Plakat hinausgehängt, kamen schon Scharen von Leuten um ihre schreienden Kinder bei uns abzuliefern. Den ganzen Tag lang lernten kleine Kinder, wie man einem Tausendfüßler Schuhe an den Fuß band. Am Abend hatte Tanti genug Geld eingenommen und mindestens 10 Schachteln Zigaretten. "Und wie kriegen wir das Vieh jetzt aus dem Haus?", fragte ich Tanti und starrte auf den Tausendfüßler der an jedem Bein einen anderen Schuh trug. "Na, mit dem Glatzenmacher!", schlug Tanti vor. Sie holte das Spray, doch es war leer. Wir hatten es ganz aufgebraucht, um das restliche Unkraut aus dem Garten zu entfernen. "Mist! Jetzt haben wir wirklich ein Problem!", gestand Tanti. Oh ja, das hatten wir.
11. Kapitel
Meer nicht vor der Tür
Ich sah gerade die Nachrichten. (Zum besseren Verständnis schreibe ich die folgenden Sätze auf Deutsch und nicht auf Italienisch ...) Monster macht Wald unsicher! Wie wir von Zeugen erfahren haben, macht ein riesiges Monster das den Angaben zu Folge die Form eines Riesentausendfüßlers hat, einen Wald nahe von Ancona unsicher. Es streift durch den Wald und hinterlässt eine Schneiße der Verwüstung ... Oh je! Da hatte Tanti ja wieder was angerichtet. Da wir keinen Glatzenmacher mehr hatten, hatte Tanti angefangen zu singen und das Vieh war aus dem Haus geflüchtet. Jetzt hatte es sich den Wald als neues Opfer gesucht. Aber nun geben wir uns nicht mehr mit dem vorherigen Ereignis ab, sondern greifen zu einem neuen weiteren, sehr unpraktischen Problem: Das Meer! Das Meer an sich war ganz schön, doch leider 30 km entfernt. Hügel rauf, Hügel wieder runter. Und das 30 km. Das war schlimm. Deshalb fuhren wir auch nicht jeden Tag zum Meer. Doch wie sollte man ohne Wasser so eine Hitze überleben. Da hatten es meine Eltern gut. Gerade war eine Karte aus Hawaii angekommen. Sie waren bis zu den Inseln geradelt und aalten sich jetzt am Strand und das Meer war nur einen Meter entfernt! Und ich saß auf einem Berg fest, von dem man noch nicht einmal den Ansatz eines Tropfen Wassers sah. Ich quengelte meiner Tante die Ohren voll, aber sie wollte nicht zum Meer fahren. Deshalb legte ich mich ins Bett und wachte erst wieder auf, als ich leises Plätschern hörte. Ja was zum Teufel war denn das? Draußen regnete es doch gar nicht. Nein es hatte 30°C. Ich lief die Treppe hinunter. Komisch, wenn man aus dem Fenster sah, war alles so blau und verzerrt. Ich ging näher ans Fenster heran. "Ich glaub mein Schweindl pfeift!", stieß ich verblüfft aus. Am Fenster war gerade ein Fisch vorbeigeschwommen. Und dort! Ein ganzer Schwarm. Was ging denn hier ab? "Tanti, Tanti! Wo bist du?" "Ja was denn?", kam Tantis Stimme von oben. "Kannst du mir bitte mal sagen, warum gerade ein Fisch am Fenster vorbeigeschwommen ist?", fragte ich. "Klar komm rauf!" So jetzt war ich aber mal gespannt, wie mir Tanti das erklären konnte. Ich stieg die Treppe hinauf. "Komm in mein Zimmer!", sagte Tanti. Ich ging also in ihr Zimmer und blieb wie erstarrt stehen. Tanti schwebte frei vor ihrem Zimmerfenster im zweiten Stock. Als ich näher herankam, sah ich, das sie Zigaretten rauchend auf einer Luftmatratze im Wasser lag. "Ja sag mal, was hast du denn angestellt?", fragte ich entgeistert. "Naja, du wolltest doch das Meer vor der Türe haben, also hab ich kurzerhand den Garten in ein Schwimmbecken verwandelt." Brumm Knatter Klier Ich fuhr aus dem Schlaf! Was hatte ich jetzt schon wieder blödes geträumt? Garten als Swimmingpool! Lachhaft! Ich stieg gähnend und noch halb schlafend die Treppe hinunter. Ich riss die Eingangstür auf. Ein Schwall Wasser kam mir entgegen ...



Eingereicht am 23. Oktober 2005.
Herzlichen Dank an die Autorin / den Autor.
Nachdruck und Vervielfältigungen, auch auszugsweise, bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.



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