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Kurzgeschichte Kurzgeschichten

... den sie wissen nicht, was sie tun

© Frank Moné


Gestern Abent hatte ich, beim lustvollen Sörfen, dieses neue Forum entdeckt. Zufällig, verstehd sich. Ich las mir ein Paar dieser äußerst kurtsen Geschichtchen, deshalb Kurzgeschichten genannt, durch und durch und dachte, mein Gott, alles Anal-Fabeten. Vor allem die dehmlichen, äh, weiplichen. Hatte man (Nein, Mann ganz sicher nicht) aber frau, die aus der Anstalt für gestürzte Hausfrauen raus gelassen? Aber was soll´s. Denn, ein guter Mänsch, der ich nun mal bin, beschloss ich, die trostlose Dunkelheit auch dieser, kurze Geschichten, schreibenden Zunft zu erhellen. Sicher würde man hir von meinen Erfahrungen profitieren, die ich in der unbeschreiblichen Weite der großen Welt der großen Romane schon aufgesammelt habe.
Oh, Vertseiung, ich habe mich Ihnen noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Romancier Petrus Wollteschonimmergern. Ich wollte schon immer gern ein Appitur machen und brachte auch ein Paar Ausbiltungen hinter mich, welche ich aber nicht weiter verfolgte, da mich mein Neffe Rosch immer wieder davon überzeugd, das ich für etwas besseress geschaffen bin. Da lag die Entscheidung Schriftenaufsteller zu werden natürlich naa. Womit ich die Weld nun auch schon einige Jahre bedrücke, äh beglücke.
Doch zurück zum Tema:
Sie werden sich sicher fragen, ob meine Schriften auftellerische Tätlichkeit für dieses Forum nicht Perlen vor die unverstandenen Hausfrauen geworfen sei. Nun, natürlich hatte ich so meine Tsweifel, ob man hier mein Gen "Ius" erfassen kann, vor allem, weil man es überall woanders auch nicht konnte. Aber Mann ist ja immer bereit. Anderen zu helfen, meine ich. Also stellte ich Auszüge aus einem meiner sieben oder acht oder neun Romane in dieses Forum ein und harrte der enthusiastischen Reaktionen, die da kommen werden. Ok, auf die warte ich heute noch... aber es wird schon werden.
Allerdings gaben mir die, bislang eingegangenen, Kommentare doch zu denken. Und Rosché, das ist mein Neffe, meinte dazu, ich solle doch diesen Säuen Perlen an die Köpfe werfen. Gut, von den Dehmlichkeiten hatte ich nichts anderes als verblüfftes Unverständnis erwartet, aber das die dort anwesenden Männer nun alle ins gleiche Korn bliesen verblüffte mich unverständlich. Und noch eins machte mich stutzend: Woher wusste dieser Herr Reschi Sir des Forums das auch mein schinesischer Neffe Eih Pie bei mir wohnt?
Das war mir dann doch ein Zuviel der Einmischung von seitens dieser Verbalbanausen. Also ziehe ich jetzt wieder in mein Schneckenhaus zurück. Und meine Geschichte auch.
Besuchen Sie mich doch auf meiner Weppsaite, dort können Sie alles voran gegangene säen, was ich schon geerntet hab an guten Kritiken für meine gefesselnden Beschreibungen von potentiell erotischen Dingen.
Eine Kritikerin hat mir sogar bescheinigt, das all meine, wunderbar ausgearbeiteten, Figuren beliebig austauschbar sind. Sehen Sie, DAS ist Gunstverstand.

Erhabendst
Euer Romancier Petrus Wollteschonimmergern



Eingereicht am 26. Mai 2005.
Herzlichen Dank an die Autorin / den Autor.
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