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Glückwunsch

Von Gaby Schumacher


Liebe kleine website,
an Deinem Ehrentage wünsche ich Dir für die Zukunft alles Gute und Liebe, flimmernde Gesundheit, unzählige neue Freunde und eine literarische Blitzkarriere. Und damit die auch wirklich startet, und Du dann im Raketentempo in den Erfolgshimmel aufsteigst, erträume ich mir für Dich ein wunderschönes Kleid, das alle Bücherwürmer auf der weiten Welt, die Autoren und die Leser, magisch anzieht. Und die Autoren veranlasst, für Dich am laufenden Band viele humorvolle Kurzgeschichten und auch lustige Gedichte zu verfassen. Oder auch freche Kurzgeschichten sowie freche Gedichte. Die Deine Fans dann süchtig verschlingen. Weil sie ihnen Spaß bzw. spannende Unterhaltung bringen. Oder aber auch ernste Geschichten als auch ernste Gedichte, die dann die Leser zum Nachdenken anregen.
Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Dein Traum in Erfüllung geht. Du weiterhin gut wächst und gedeihst. Deine Foren an Bedeutung gewinnen. Und Du eines Tages ganz berühmt wirst. Vielleicht schon ganz bald!
Deine Gaby
Dein erstes Lebensjahr
Liebe Website!
Vor einem Jahr fand ich in einer Literaturzeitschrift diese rührende Anzeige. Die eines Verlegers. Des Verlegers Frank Kurzgeschichte. Der vor Stolz fast platzte. Platzte aus folgendem Grunde:




gibt hiermit bekannt:
Der überglückliche Papa
Verleger Frank Kurzgeschichte
Die virtuelle Geburt eines wohlgeratenen Töchterchens
    Größe: Einige winzige Foren - ausbaufähig
    Gewicht: In absehbarer Zukunft sehr wichtig!

Heute ist Dein 1.Geburtstag. Denke ich so zurück, wird mir richtig sentimental ums Herz.. Du warst ein so freundliches Baby. Lagst neugierig, ein wenig zaghaft lächelnd, gewickelt in Deine ersten Flimmerpampers, im Bildbettchen meines Monitors da vor mir. Deine Foren waren noch ganz winzig. Stellten noch(!) schüchtern die aller ersten Beiträge vor.
Als sehr cleveres Baby überwandest Du Deine anfängliche Minigröße und die damit verbundene Schüchternheit innerhalb kürzester Zeit. Mit vielfacher Unterstützung: Dein treusorgender, da Tag und Nacht ackernder Verlegerpapa half Dir dabei. Und all die vielen, um Dein Wohlergehen besorgten Autorentanten und -onkel auf der ganzen Welt. Denn: Website-Babys brauchen eine ganz besondere Nahrung, um fix wachsen zu können. So rauchte jenen lieben Säuglingsschwestern und -brüdern manchmal abends oder sogar auch des Nachts ganz gehörig der Kopf. Aus inniger Zuneigung zu Dir tippten sie sich die Finger wund, um Dir so rasch als möglich viele schmackhafte Kurzgeschichten- und Gedichtemenüs zu "kochen". Du brauchtest nur noch Deine Foren zu öffnen und Dir nach eigener Wahl die leckersten Mahlzeiten heraus zu picken. Und sie dann anschließend freudestrahlend einer rasch wachsenden Fangemeinde zu präsentieren. So von allen Seiten total verwöhnt, entwickeltest Du Dich vom schüchternen Winzling zu einem regelrechten Wonneproppen. Dem ganzen Stolz des Papas und sämtlicher Autorentanten und -onkel.
Doch auch Websitebabys konnten krank werden. Hatten solche Kleinstkinder z.B. die Grippe, zeigte sich das in Form von Formatierungsfehlern und/oder anderen Störfaktoren. Manchmal auch welche auf zwei Beinen. Doch die wurden sowohl von Deinem treusorgenden Verlegerpapa als auch dessen Moderatoren energisch zur Ordnung gerufen, Du liebevollst neu bearbeitet, so dass Du gottlob nach spätestens drei Tagen wieder putzmunter Deinen Lesern entgegen flimmertest. An solchen Tagen gönnte sich Dein Papa fast keinen Schlaf mehr aus Sorge um Dich. Die Onkel und Tanten schrieben und dichteten bis zum Umfallen, um für einen ausreichenden Vorrat an Heilnahrung zu sorgen. Damit Du, dann flugs wieder genesen, mit Deinem strahlenden Wesen auf dem Monitor aller Computer der weiten, weiten Welt immer mehr neue Freunde finden solltest.
Du warst ja so ein liebes, so braves Baby. Und zur Freude Deiner Leser ein richtiges Fresssäckchen. Relativ selten nur verschmähtest Du die angebotene Mahlzeit. Heute vermute ich, dass es sich dann höchstwahrscheinlich um Literaturspinat gehandelt hatte. Doch im Vergleich zu den meisten Menschenbabys, die sich häufig die ersten paar Bissen lang mit dem namentlich verwandten Gemüse lieb füttern lassen, um dann den wie die Pest gehassten Spinat zielsicher in hohem Bogen ihrer Mama entgegen zu spucken, wandtest Du eine rücksichtsvollere Taktik an. Du hattest Mitleid. Wolltest Deinem Erzeuger kein dann grünes Monitorbild zumuten. Also schlucktest Du diese ja doch tatsächlich unzumutbare Kost gar nicht erst! So blieben Deinem Dir dafür unendlich dankbaren Papa eine Fülle entrüstet - enttäuschter Leserkommentare erspart. Die dadurch gewonnene Zeit, in der Dein Verlegerpapa Herr Frank Kurzgeschichte andernfalls all jenen mehr als unnötigen Emailabfall zur nächsten Internetmülltonne hätte transportieren müssen, plus die auf diese Weise gerettete Nervenkraft nutzte er dann, um für Dich, sein geliebtes Töchterchen, selbst die umfangreichsten Bandwurm-Email-Hipp-Menüs website gerecht zu formatieren. Die waren dann so gefällig angerichtet, dass Du, ganz wohlerzogenes Kleinstkind, sogar bereit gewesen wärest, für jene 5-Sterne-Mahlzeiten aus sämtlichen Forennähten zu platzen. Doch das Schicksal blieb Dir erspart. Stattdessen zeigtest Du, durch diese Kraftnahrung enorm gestärkt, zusehendst stolzer und kesser Dein flimmerndes Kleid. Dein Äußeres wurde immer beeindruckender. Du immer selbstbewusster.
Ein Blick auf Dich zeigt es mir: Du bist endgültig dem Babyformat entwachsen. Aber mit 1 Jahr ist man ja auch als kleines Website-Mädchen schon fast groß! Und, wie das bei uns Frauen im Allgemeinen so ist, zusehendst eitler. Zur Freude der Fangemeinde. Immer öfter wechselst Du Dein Kleid. Mal präsentierst Du Dich streng - sportlich, mal eher romantisch. So wie seit kurzem. Und, wenn Du mich fragst: Der Romantiklook steht Dir ganz hervorragend. Unterstreicht Deine weiche Linie. Was Frauen immer sympathisch macht.
Mit dem Vorsatz, Dir auch in Zukunft wieder liebe, freche, humorvolle oder ernste Kurzgeschichtenmahlzeiten anzubieten, wünsche ich Dir noch einen ereignisreichen, tollen Geburtstag mit ganz, ganz vielen Beiträgen und Kommentaren.
Und sage:
Tschüss bis zum nächsten click!

Deine Gaby



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Eingereicht am 10. Juni 2004.
Herzlichen Dank an den Autor / die Autorin.
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