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KISS

Didier


Dein Engelskopf,
dein Haar, das lange.
Ein Regentropf'
auf deiner Wange.

Ein zarter Hauch,
ein Atemwehen,
ein süßer Rauch,
winters zu sehen,
aus deinem Mund,
von deinen Lippen.
Und tun mir kund
durch wildes Wippen:

Sie wollen mich,
mein ganzes Leben,
mein Ich, mit sich,
in eins verweben.
Woll'n gar nicht mehr
zwei Lippen sein,
und woll'n nur sehr
in mich hinein.

Ein Herz, das schlägt,
die Brust fast sprengend,
schnell und erregt,
verstörend, drängend.
Ich lass' es zu,
ich kann's nicht wehren,
ich will dies Du,
will dich berühren.

Will dich umfassen
in aller Gänze,
will dich nicht lassen
bis zur Schmerzgrenze.
Ein langer Kuss
mit Speichelfäden.
Du musst, ich muss
jetzt kein Wort reden.

Ich spüre dich
in meinen Armen
spür' im Gesicht
den Atem, warmen.
Bin ganz versunken,
fern dieser Welt,
so völlig trunken,
dass nichts mich hält.

Und während noch
durchs All wir treiben
weiß ich es doch:
Es wird nicht bleiben.




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Eingereicht am 8. Oktober 2004.
Herzlichen Dank an die Autorin / den Autor.
Nachdruck und Vervielfältigungen, auch auszugsweise, bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.