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BIRDY

Didier


Sie blickt voll Schwermut aus dem Fenster.
In ihrem Kopf sind die Gespenster,
in ihrer Seele die Dämonen,
die hier seit langer Zeit schon wohnen.

Ein Vogel hüpft von Ast zu Ast
ganz sorglos, frei und ohne Hast.
Solang' ihn seine Flügel tragen,
weiß er von keinen Nöten, Plagen.

Flög' ich doch auch so leicht davon
wie dieser Vogel Richtung Sonn',
denkt sie und sieht sich plötzlich schweben.
So schwer - so leicht scheint ihr das Leben.

Ein Lächeln schleicht in ihr Gesicht.
Nein, fliegen will ihr Freund noch nicht!
Er singt vergnügt in seinen Zweigen.
Da müssen die Gespenster schweigen!

Sie kehren wieder so gewiss,
wie Nacht auf Tag die Folge ist.
Wie kostbar aber sind Sekunden
so kurzen Glücks in dunklen Stunden!




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Eingereicht am 8. Oktober 2004.
Herzlichen Dank an die Autorin / den Autor.
Nachdruck und Vervielfältigungen, auch auszugsweise, bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.